Elternbrief zum Schulstart nach den Herbstferien

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Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

die Herbstferien neigen sich dem Ende zu und mit Ihnen auch die kurze Atempause, die den Schulen gegönnt war, unter diesen außergewöhnlich schwierigen Bedingungen Ihrem Kind ein Haus des miteinander Lernens zu bieten.

Für den Wiederbeginn des Unterrichts sind wir an der Gesamtschule Uellendahl-Katernberg vorbereitet und teilen den erklärten Willen der Kommunen und der Landesregierung, den regulären Schulbetrieb soweit und so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Wir teilen auch die Auffassung, dass dies nur gelingen kann, wenn jede Schülerin, jeder Schüler und auch wir Erwachsenen unser Verhalten derart ausrichten, dass die Gefahr der Übertragung des COVID 19 Virus möglichst gering gehalten wird. 

Wir Erwachsene haben hierbei die Pflicht, unseren Kindern – sowohl durch vorbildliches Verhalten, als auch durch immer wiederkehrende Aufklärung – Möglichkeiten aufzuzeigen, sich und andere vor Erkrankung zu schützen. Daher richtet sich dieses Schreiben auch in erster Linie an Sie, liebe Eltern!

Die Kolleg*innen unserer Schule haben ein entsprechendes Schreiben bereits erhalten und werden am kommenden Montag in der Klassenstunde, wie auch zu allen folgenden Klassenstunden und dem gewöhnlichen Fachunterricht Ihr Kind im verantwortungsvollen Handeln unterrichten und ggf. auch vehement verantwortungsvolles Handeln einfordern. Im Umkehrschluss bedeutet dies auch: Kinder, die trotz dieser Unterweisung sich nicht an die geltenden Bestimmungen halten, werden vom Besuch der Schule suspendiert und nach Hause geschickt werden.

Ich möchte Sie mit diesem Schreiben, dass auf den „Hinweisen und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz an Schulen im Zusammenhang mit Covid-19 des Städtetages NRW, des Landkreistages NRW, des Städte- und Gemeindebundes NRW und des Ministeriums für Schule und Bildung in Abstimmung mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und der Unfallkasse NRW – Stand: 21. Oktober 2020“ fusst, darüber informieren, welche Möglichkeiten, aber auch Pflichten Sie als Eltern haben, um unseren Kindern ein weitestgehend sicheres Lernen an der Gesamtschule Uellendahl-Katernberg zu ermöglichen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Kind hierüber und handeln Sie auch selbst entsprechend:

Für Ihr Kind besteht Schulpflicht. Ein Unterricht im Distanzlernen kann für Ihr Kind nur dann eingerichtet werden, wenn ein ärztliches Attest bestätigt, dass bei einer Ansteckung mit COVID 19  mit einem erschwerten verlauf der Vorerkrankung zu rechnen ist. Das Zusammenleben mit Menschen, die einer Risikogruppe angehören rechtfertigt dagegen nicht das Fernbleiben vom Präsenzunterricht.

Das Tragen einer Alltagsmaske ist verpflichtend! Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind mit einer passenden Maske ausgestattet ist und möglichst Masken zum Wechseln bei sich führt. Die Eltern bzw. Schülerinnen und Schüler sind dafür verantwortlich, MNB zu beschaffen. 

In der Vergangenheit mussten wir immer wieder mit Masken aushelfen. Diese Möglichkeit haben wir nun nicht mehr. Schüler*innen, die ohne Maske an der Schule erscheinen müssen von uns wieder nach Hause geschickt werden. Unsere Erfahrung zeigt, dass das Gesundheitsamt bei einer COVID Infektion von Quarantänemaßnahmen absieht, wenn FFP2 Masken verlässlich getragen wurden. Die MNB müssen korrekt über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
Die Außenseiten einer gebrauchten MNB sind potenziell erregerhaltig. Daher sind diese möglichst nicht zu berühren, um eine Kontamination der Hände zu verhindern. Eine gerade nicht getragene MNB soll nicht auf Tischen abgelegt werden. Ein regelmäßiges Wechseln der MNB ist wichtig.

In Pausenzeiten darf auf die MNB beim Essen und Trinken verzichtet werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird oder, wenn Speisen bzw. Getränke auf den Sitzplätzen im Klassenraum oder in Schulmensen verzehrt werden. 

Darüber hinaus gehende Ausnahmen von der Pflicht zum Tragen einer MNB können im Einzelfall aus medizinischen Gründen auf Grundlage eines ärztlichen Zeugnisses oder auf Grund einer Beeinträchtigung durch die Schulleiterin oder den Schulleiter genehmigt werden. Die Lehrkraft kann zeitweise oder in bestimmten Unterrichtseinheiten aus pädagogischen Gründen über Ausnahmen vom verpflichtenden Tragen der MNB entscheiden, insbesondere im Sportunterricht oder bei Prüfungen. 

Visiere stellen keinen Ersatz für eine MNB dar.

Körperkontakt ist zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für Begrüßungsrituale wie Handschlag, Umarmungen oder Wangenkuss. 

Gegenstände wie Arbeitsmittel, Stifte, Lineale oder Gläser etc. dürfen nicht gemein- sam genutzt oder ausgetauscht werden. Ist eine gemeinsame Benutzung unvermeidlich, müssen sie entsprechend gereinigt werden.

Berührungen der eigenen Augen, Nase und Mund sind zu vermeiden.

Regelmäßiges Händewaschen mit Seife ist besonders wichtig für den Infektionsschutz. Eine ausführliche Anleitung zur Handhygiene findet sich unter: 

https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen.

Von besonderer Bedeutung ist die Einhaltung der Husten- und Niesetikette (Husten oder Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch). Husten oder niesen Sie auch dann in die Ellenbeuge, die Mund und Nase umschließen soll, wenn Sie eine MNB tragen. Wenden Sie sich beim Husten und Niesen von anderen Personen ab. 

Bitte beachten Sie selbst diese Vorgaben und erziehen Sie Ihr Kind zum Einhalten dieser Vorgaben.

Der Schulträger und wir als verantwortlich handelnde Lehrer*innen sorgen über die folgenden Verhaltensweise zusätzlich für eine Lernumgebung, in der die Gefahr einer Ansteckung möglichst gering gehalten wird:

Die Schulträger sorgen für regelmäßige und der Kontamination angepasste Reinigungen des Schulgebäudes:

Potentiell kontaminierte Flächen, die durch Händekontakte zu einer Übertragung  beitragen könnten (z. B. gemeinsam benutzte Tastaturen, Sanitäranlagen, Türklinken,  Lichtschalter und Treppenläufe), sollen arbeitstäglich gereinigt werden. Die Reinigung der Schulräume erfolgt regelmäßig und falls erforderlich mit kürzeren Abständen als im Normalbetrieb.

Über die AHA-Regel (Abstand, Hygiene, „Alltagsmaske“) hinaus ist das Lüften ein we- sentlicher Beitrag dazu, das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus über Aero- sole zu verringern. 

Zur Rückverfolgung dokumentieren wir die Anwesenheit und halten feste Sitzpläne ein.

In unserer Mensa halten wir uns akribisch sowohl an die Vorsorgerahmenbedingung durch notwendige Reinigung und Desinfektion, als auch an die Dokumentation der Besucher*innen.

Ich bin überzeugt davon, dass wir Einigkeit darüber haben, dass eine weitergehende Schulschließung möglichst zu vermeiden ist. Wir sind – gerade in Folge unserer eindeutigen Vorgehensweise in der Vergangenheit – von größeren Schulschließungen verschont geblieben. 

Gemeinsam mit Ihnen als Eltern und Ihrem Kind müssen weiterhin ernsthaft, verantwortungsvoll und achtsam vorgehen, damit an unserer Schule sicher und mit Freude gelernt werden kann.

Ihnen und uns wünsche ich gutes Gelingen

Lutz Wendel