Unsere Gedanken sind bei der jüdischen Gemeinde in Wuppertal

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    pastedGraphic.pngLiebe Schulgemeinde,

    mit großer Bestürzung haben wir vom Brandanschlag auf die Bergische Synagoge in unserer Stadt erfahren. Dass ein jüdisches Gotteshaus in Wuppertal zum Ziel eines solchen Angriffs wird, erschüttert uns.

    Die Gesamtschule Uellendahl-Katernberg steht seit ihrer Gründung für ein friedliches Miteinander und für die gewaltfreie Lösung von Konflikten. Es gehört zu unserem Grundverständnis, zu erkennen und zu lehren, was uns als Menschen verbindet – unabhängig von Herkunft, Religion oder persönlicher Lebensgeschichte.

    Deshalb stehen wir in diesen Tagen an der Seite der jüdischen Gemeinde unserer Stadt.

    Jüdisches Leben ist ein selbstverständlicher Teil Wuppertals und unserer Gesellschaft. Menschen müssen ihre Religion frei und ohne Angst leben können. Antisemitismus, die Herabwürdigung von Menschen aufgrund ihres Glaubens und erst recht Gewalt gegen Menschen oder ihre religiösen Einrichtungen haben in einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft keinen Platz.

    Ein Angriff auf eine Synagoge betrifft deshalb nicht nur die Menschen jüdischen Glaubens.

    Als Schule wissen wir zugleich, dass Ereignisse wie dieses auch unsere Schüler:innen beschäftigen und Gespräche, Fragen und möglicherweise auch unterschiedliche Gefühle auslösen. Dafür muss Schule Raum geben. Unsere Aufgabe ist es, miteinander im Gespräch zu bleiben, zuzuhören und dort klar zu widersprechen, wo Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Gewalt gerechtfertigt oder verherrlicht werden.

    Wir haben in der Vergangenheit angesichts von Krieg und Terror immer wieder formuliert, woran wir als Schule glauben: Konflikte dürfen nicht durch Hass und Gewalt gelöst werden. Frieden beginnt vielmehr dort, wo Menschen einander als Menschen wahrnehmen und Verantwortung füreinander übernehmen.

    Unsere Gedanken und unsere Solidarität gelten der jüdischen Gemeinde in Wuppertal und allen Menschen, die durch diesen Anschlag verunsichert und verletzt worden sind.

    Wir hoffen, dass wir als Schulgemeinschaft gemeinsam einen kleinen Teil dazu beitragen können, unsere Stadt und unsere Welt zu einem friedlicheren Ort zu machen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Lutz Wendel
    Schulleiter