Skifreizeit 2017/18 in Seeboden / Österreich

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„Können wir nicht hier bleiben?“, war der Tenor der Schüler_innen unserer ersten Skifreizeit.
Auch die Betreuer_innen waren sehr angetan, angesichts des Verhaltens der Schüler_innen
und des Wetters. Kaiserwetter, fast die gesamte Woche lang, führte zu erhöhter
Endorphinausschüttung bei allen Beteiligten und damit auch zu sehr motivierten Kindern.
Eine Verletzung, die einen unserer Schüler leider sofort ereilte, führte dazu, dass dieser nicht
mehr Skifahren konnte. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, mit auf den Berg zu kommen
und dort die Sonne zu genießen. Alle anderen Kinder machten in der Woche unglaubliche
Fortschritte, so dass alle am Ende der Woche Ski fahren konnten. Die fortgeschrittenen
Kinder hatten professionelle Unterstützung durch unser Skiass Robin, den wir
erfreulicherweise mitnehmen konnten.
Die Anfänger sind nun in der Lage den Berg sicher herunterzufahren, bis hin zu Kindern, die
in der Woche das parallele Fahren lernen konnten. Obwohl wir, die Betreuer_innen, 8,5 Tage
durchgehend die Verantwortung für die Kinder hatten, hat es uns sehr viel Spaß gemacht und
wir freuen uns auf das kommende Jahr.
Es folgen Tagebucheinträge, die von den Schüler_innen angefertigt wurden:
19./20.1.18
Am 19.2.2018 haben wir uns auf den Weg nach Goldeck, Österreich gemacht. Wir sind um 19
Uhr an der Schule los gefahren, die Fahrt sollte etwa 12 Stunden dauern.
Der Bus ist sehr modern gewesen, mit einer Toilette und einem zweiten Obergeschoss. Wir
haben unsere erste Pause um 22:30 Uhr gemacht, wo man in der Zeit etwas essen und auf die
Toilette gehen konnte.
Die Lehrer haben ein Kartenspiel (Doppelkopf) gespielt, die Kinder waren meistens an den
Handys. Um 3:30 Uhr sind wir auf die nächste Raststätte gefahren, wo es einen
Busfahrerwechsel gegeben hat. Die meisten haben in der Zwischenzeit geschlafen, bis zur
dritten Pause. Nach der letzten kurzen Pause haben wir nur noch 20 Kilometer vor uns gehabt,
die schnell vergangen sind. Um 7:10 Uhr sind wir an unserer Unterkunft Haus Andrea
angekommen, leider ist die andere Gruppe noch nicht abgeholt worden, und so sind wir erst
später reingekommen. Als die andere Gruppe weggefahren ist, haben wir alle zusammen
gefrühstückt. Nach dem Frühstück haben wir unsere Zimmer bezogen. Um 12 Uhr sind wir
mit dem Skibus zum Skiverleih direkt an der Talstation gefahren und haben uns Skier und
Skischuhe ausgeliehen. Dann haben wir erste Übungen mit den Skiern an einer flachen Stelle
gemacht und die Lehrer haben beobachtet, ob und wie wir Skifahren können.
So gegen 15 Uhr sind wir wieder im Haus gewesen und bekamen Mittagessen. Die restliche
Zeit bis zum Abendessen haben wir in unseren Zimmer verbracht. Abends haben wir
Spaghetti gegessen, danach haben wir etwas gespielt bis wir um 22 Uhr Gute Nacht gesagt
haben.
21.1.18
Heute ist unser zweiter Skitag gewesen, wir haben ein recht volles Programm gehabt, so dass
der Tag bei den meisten um 6 Uhr begonnen hat.
Nachdem wir gefrühstückt und uns für das Skifahren fertig gemacht haben, sind wir
gemeinsam mit dem Skibus zum Berg gefahren.
Nachdem wir unsere Ski angezogen haben, sind wir mit der Gondel zu den Pisten gefahren.
Da heute unser erster richtiger Skitag gewesen ist, sind wir alle zum Kinderparadies
gegangen. Als wir dort angekommen sind, haben wir versucht, die flache Piste runter zu
fahren, stattdessen sind wir aber hingefallen. Nachdem die meisten Kinder die Grundtechnik
gelernt haben, sind wir auf eine blaue Piste gefahren, der Rest ist im Kinderparadies
geblieben. Die, die auf die blaue Piste gefahren sind, haben sehr große Schwierigkeiten
gehabt, sich zu überwinden, die Piste runter zu fahren.
Nachdem wir uns überwunden haben, haben wir etwa eine Stunde gebraucht für eine Piste,
die man normalerweise in fünf Minuten fährt. Als wir dann unten am Sessellift angekommen
sind, sind wir alle ziemlich fertig gewesen und sind zurück gefahren zur Jugendherberge. Dort
angekommen bemerkten wir, dass ein Schüler sich verletzt hatte. Am Abend haben wir einen
Ski-Film geguckt, der uns gelehrt hat, wie man richtig Ski fährt. Nach dem Film sind wir alle
schlafen gegangen.
23.1.18
Am Dienstag morgen haben wir alle um 7:15 Uhr gefrühstückt
lachen. Später sind wir dann runter gefahren. Herr Kretschmer`s Gruppe ist noch bis 16:30
Uhr oben auf den Pisten gefahren. Im Bus hat die Gruppe leider zu spät bemerkt, dass der Bus
der falsche gewesen ist. So mussten sie 2km zu Fuß zur Hütte latschen. Nach diesem Marsch
war die Truppe sehr ausgepowert. Um so mehr freuten sich manche auf das leider nicht ganz
so gute Abendessen. Nach dem Abendessen haben wir alle eine kleine Schnitzeljagd im Haus
gespielt. Um 22:00 Uhr war anschließend Bettruhe, und alle sind auf ihre Zimmer gegangen.
Typisch für die Lehrer nahmen sie die Ruhezeit sehr ernst, außer bei sich selbst.
25.1.18
Heute sind vier Kinder im Haus geblieben und konnten in den Zimmern chillen bzw.
Gesellschaftsspiele spielen. Darunter waren auch zwei aus unserem Zimmer. Währenddessen
sind die zwei anderen Kinder, die Skier anhatten, Pisten runtergesaust oder haben das
Parallelfahren geübt. Leia und Bianca sind mit Frau Schmidt dann gegen 11 Uhr auch zur
Piste hoch gefahren und haben vergeblich auf die Gruppen gewartet. Letztendlich ist aber nur
eine Gruppe in den Container zum Mittagessen gekommen. Alle anderen sind mitten auf der
blauen Piste in einem Gasthaus gewesen. Dort hat sich Zoe voll darüber aufgeregt, dass ihr
Apfelstrudel solange gebraucht hat, obwohl alle anderen ihr Essen viel schneller bekommen
haben. Vor der Mittagspause ist Lilly in den hohen Schnee gefahren, wo sie sich nur schwer
wieder raus hieven konnte. Am Ende ist Lilly noch auf dem schnellsten Weg die rote Piste,
nach der blauen, runtergerutscht. Die Skier konnten aber nicht mithalten und sind auf halber
Strecke liegen geblieben. Den Aufbau der Muskeln haben wir alle Zuhause gespürt. Jeder
Schritt tat weh. Beim Essen fand wohl jemand die Teller hässlich und hat einen Kurzerhand
auf den Boden geworfen. Allerdings nicht absichtlich! ☺
Der Abend ist amüsant gewesen, weil fast alle geglaubt hatten, dass Lilly der Mörder aus
unserem Spiel sei. Am Ende konnten wir noch Willkommen bei den Hartmanns gucken, aber
wir wollten nicht. Wir würden zwar gerne noch ein paar Tage bleiben, aber leider ist das unser
vorletzter Tag gewesen.
26.1.18
Am Freitag morgen um 6:25 klingelt im Zimmer EG04 der Wecker zum ersten Mal, nachdem
wir den alle ignoriert haben, klingelte er zehn Minuten später nochmal. Das Lied Chöre von
Mark Forster hat uns so mitgerissen, dass wir alle gleichzeitig angefangen haben mitzusingen.
Anschließend sind wir alle müde und teilweise auch nicht sehr motiviert zum Frühstück
gegangen. Um 8.10 standen die meisten von uns draußen und haben auf die gewartet, die erst
um 8.17 rausgerannt gekommen sind. Als wir bei dem Skiausleih angekommen sind, haben
wir uns unsere Sachen genommen und sind in die Gondeln eingestiegen. Die Gondelfahrt ist
sehr amüsant gewesen. Dank der übermüdeten Jungs, die mit in der Gondel gesessen haben.
Im Skigebiet angekommen, haben wir uns in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe ist mit
Herrn Kretschmer los gefahren, die zweite Gruppe ist auf die kurze blaue Piste gefahren, und
dann wäre da noch meine Gruppe die Richtung Mitte des Skigebietes gefahren ist. Da wir in
Gruppen fahren durften, einigten wir uns darauf, erst einmal zum „Warmwerden“ die blaue zu
fahren. Anschließend sind wir ein paarmal die nahegelegene rote Piste gefahren. Nach ca. drei
Runden sind wir auf eine andere Gruppe gestoßen mit der wir einige Meter gemeinsam fahren
wollten. Da eine Gruppe, sich die Regel: „Wer fällt kassiert“, sehr zu Herzen genommen hat,
hat Christopher sich vorgenommen ein Mädchen aus der anderen Gruppe mit Schnee
vollzuladen, als er dabei gestürzt ist und sich nicht mehr bewegt hat, haben wir erst einmal
alle rumgescherzt, als uns dann klar geworden ist, dass er es ernst gemeint hat, sind einige
hingegangen und haben sich um ihn gekümmert. Wir haben dann erst einmal Pause gemacht,
dann hörten wir irgendwann von einem der Lehrer, dass Christopher von einem Hubschrauber
abgeholt worden ist. Nach seinem Krankenhausbesuch ist er mit ein paar blauen Flecken
davon gekommen. Nachdem die meisten von uns die letzten Pisten und die Hammer Aussicht
genossen haben, sind wir zum Skiverleih gegangen und haben die Skiklamotten weggebracht.
In der Jugendherberge angekommen, haben Selma und ich uns überlegt, wie wir es schaffen
nicht vom Mörder getötet zu werden (erfolgreich). Als mein ganzes Zimmer geschlafen hat,
habe ich dann auch angefangen, meinen Koffer zu packen. Mein letzter richtiger Tag hat mit
einem Lächeln im Gesicht geendet.(Irgendwann in der Nacht bin ich dann von dem
Schnarchen meiner Zimmergenossinnen wach geworden.)